Freitag, 26. Juni 2009

Ein Mittwoch Abend in Madrid

Hallo ihr Lieben,

ich bin es schon wieder :D Nachdem ich mich ja in letzter Zeit ziemlich rar gemacht habe - und ich auch nicht versprechen kann, dass das nicht doch nicht wieder vorkommen wird - hier noch ein kleiner Eintrag zu vergangenem Mittwoch.

In letzter Zeit habe ich irgendwie Probleme mit dem Einschlafen. Für gewöhnlich gehe ich gegen 0 Uhr ins Bett und habe dann 6 Stunden Zeit, bis ich wieder aufstehen muss. Wenn man aber erst gegen 2 Uhr einschläft, reduziert sich der Schlaf aber ungemein. Auf Arbeit hat mich dann mein Chef gefragt, was mit mir los ist. Ich habe ihm von meinem Problemchen erzählt und da meinte er doch prompt zu mir, dass wenn ich nicht schlafen kann weggehen soll. Tolle Idee, dachte ich mir und habe meine Mitbewohnerin Zaire (die zu diesem Zeitpunkt ihre Freundin Veronica aus Granada zu Besuch da hatte) gefragt, ob wir Mittwoch Abend feiern gehen wollen. Zaire hat zugesagt und außerdem noch ihre Freundin Olena gefragt.

Für gewöhnlich komme ich mittwochs zwischen 21-21:30 Uhr vom Sport nach Hause. Da ich mir noch nicht 100%ig sicher war, ob das mit dem wegggehen nun auch wirklich klappt, habe ich mir erstmal noch nicht die Haare gewaschen. Zu Hause angekommen, schienen die Mädels aber guter Dinge zu sein, also stand dem Haare waschen nichts mehr im Wege. Gegen halb elf habe ich dann Abendbrot gegessen (gaaaaaanz viel Pasta, denn man braucht ja eine ordentliche Grundlage). Die Mädels waren noch irgendwo unterwegs, aber kurz vor zwölf wieder zu Hause. Ich hatte mich in der Zwischenzeit fertig gemacht, Rum-Cola getrunken und gegen die Müdigkeit angekämpft. Halb eins sind wir dann losgegangen, wollten mit der Metro nach Argüelles zu einer Erasmus-Party fahren. In der Metro-Station hab ich dann erstmal so ein bisschen Ärger mit dem Security-Personal bekommen, denn mir ist doch glatt entfallen ist, dass man in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken darf. Und dabei hatte ich die Flasche extra in einer Apotheken-Tüte transportiert (=versteckt). Naja, wir hatten trotzdem Spass...


v.l.n.r. Veronica, Olena, Zaire


In Argüelles angekommen, haben wir dann auch recht schnell unser Ziel gefunden. Das Orange-Cafe. Dort war es allerdings noch ziemlich leer und es wurden 10 € Eintritt verlangt. Daruf hatten wir so gar keine Lust und sind mit dem Nachtbus (die Metro fuhr mittlerweile nicht mehr) ins Zentrum (Sol) gefahren. Dort sind wir dann in so einige Bars eingekehrt, immer den Chupitos folgend(kleine Shots, mit denen die Leute in die Bars gelockt werden).





Mein Ziel war es übrigens, allerspätestens um 5 Uhr im Bett zu sein, da ich gegen 7 Uhr aufstehen musste... wollte... Naja, letzendlich waren wir dann um 5 immer noch in so einem kleinen Club und haben getanzt. War ja auch alles ganz toll, aber um halb sechs ha ich die Mädels dann doch da rausgezerrt, ins Taxi geschmissen, gerade mal 11 € für die Fahrt bezahlt (hätte gedacht, dass es um einiges teurer ist) und lag dann um 6 Uhr im Bett. Natürlich habe ich nochmal meinen Wecker kontrolliert und mich auf eine Stunde Schlaf gefreut...

Das nächste, woran ich mich erinnern kann ist, dass ich um 9:20 aufgewacht bin. Was ist mit meinem Wecker passiert?!?!?! Habe ich ihn etwa ausgemacht, ohne es zu bemerken? Oder ist der gar nicht erst angegangen??? Nachdem ich also 2 Sekunden voller Panik darüber nachgedacht habe, beschloss ich, dass für solche Gedanken jetzt so gar keine Zeit ist. Also... Wasser ins Gesicht geschmissen, 30 Sekunden Zähne geputzt, 1 Minute geschminkt, angezogen, Essen ausm Kühlschrank geholt und mit einer großen Wasserflasche unterm Arm losgerannt. Was gucken denn die Leute so komisch?!? Als ich dann endlich in der Metro saß, hatte ich mit einem Mal nen ganz tollen Geschmack im Mund...Rum?! Na wunderbar!!! Wo sind meine Kaugummis??? Nee, lieber erstmal mein Brot essen. Ist echt schwierig, wenn man so gar keinen Hunger hat. Als ich dann wieder aus der Metro raus war, musste ich bis zum Haupteingang rennen (normalerweise nehm ich den Personaleingang, der viiiieeel näher an der Metro-Station dran ist, aber der war um diese Zeit leider schon zu). Auf jeden Fall war ich Punkt 10 Uhr im Büro und hab mich erstmal bei meinem Chef melden müssen. Dem hab ich dann was erzählt von wegen Wecker nicht gehört und so, aber er hat mich nur angelacht und mich gefragt, ob ich denn Spaß hatte. Wie jetzt, sieht man mir etwa an, dass ich weg war???? OMG!!!

Naja, der Arbeitstag war entsprechend toll, aber ich habe mich aus meiner Sicht ganz gut geschlagen...

Auf jeden Fall hatten wir ne Menge Spaß und ch halte das ganze auch für absolut wiederholungswürdig. Aber dann bitte ohne verschlafen :D

Chriss in Madrid - Klappe die 2.

Am Donnerstag gegen 20 Uhr kam Chriss mit der Luxuslinie Easy Jet aus Berlin angedüst. Nachdem ich ihn mit etwas Verspätung (kurz zuvor hatte ich zu Hause festgestellt, dass wir endlich wieder Internet hatten, was allerdings nur bis Sonntagabend andauern sollte, da Leas Konto nicht gedeckt war) am Flughafen eingesammelt habe, sind wir zunächst im örtlichen Supermarkt auf Essensjagd gegangen und haben es uns anschließend mit Rum Cola auf dem Balkon gemütlich gemacht. Gegen 23 Uhr gab es Abendbrot und anschließend haben wir uns ausgehfein gemacht. Ziel war die allwöchentliche Erasmusparty im „JOY“. Ich dachte ja, dass man, wenn man bis halb zwei dort ist, 10 Euro bezahlt inklusive 3 Freigetränke. Das ist auch so – wenn man seinen Studienausweis dabei hat (Anne, dass war bei uns aber damals nicht so, oder!?) Auf jeden Fall hatten wir nichts dabei und mussten deshalb 15 Euro bezahlen und hatten dafür nur ein Freigetränk. Na, das nenn ich doch mal ausgleichende Gerechtigkeit.

Im Club wurde alles möglich gespielt und da die Metro ja hier zwischen 1:30 – 6:00 Uhr eine Ruhepause einlegt (auch am Wochenende!!!), sind wir bis halb sechs dortgeblieben. Zwischendrin haben wir dann aber doch noch einiges erlebt. So gibt es z.B. einen neuen Tanz (zumindest für Chriss und mich war er neu). Dabei beugt sich das paarungswillige bzw. sturzbesoffene Weibchen mit dem Oberkörper nach vorne, sodass es sich fast im 90°- Winkel befindet. Das Männchen dockt von hinten an und beiden beginnen, sich mehr oder weniger rhythmisch zum Takt der Musik zu bewegen. Dabei wirft er seinen gleichgeschlechtlichen Artgenossen unablässlich triumphierende Blicke zu und bewegt einen Arm, so als wolle er ein Lasso werfen. Sie hat die Augen meist geschlossen oder schaut von unten nach oben in die sabernden Gesichter der Freunde ihres Tanzpartners. Wirklich toll… Da das ganze so aussah, als ob es einiges an Übung braucht, diesen Tanz zu lernen und wir uns nicht als Anfänger outen wollten, haben wir uns auf das traditionelle Linker-Fuß-Rechter-Fuß-Linker-Fuß -… beschränkt.

Am nächsten Morgen sind wir dann – nach 5 Stunden Schlaf – gegen 12 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt und sind dann losgefahren zum Vergnügungspark „Parque de Atracciones“ (Chriss findet diesen Namen unheimlich einfallsreich). Dort gegen 15 Uhr angekommen, haben wir unsere Portemonnaies um jeweils 23 Euro erleichtert und auf den ersten Blick schien kaum einer in diesem Park zu sein. Pustekuchen!!! Hinter der dritten Kurve sahen wir uns mit einem Mal mit Massen halbwüchsiger Menschlein konfrontiert gegen die man sich irgendwie an den Schlangen durchkämpfen musste. Doch erst einmal haben wir uns mit dem Riesenrad einen Überblick über den Park verschafft (dort mussten wir übrigens nur ganz kurz warten). Dann ging es weiter zu den „richtigen“ Attraktionen. Als erstes haben wir unsere Geduld an der Warteschlange des Freien Falls auf die Probe gestellt. Ein halbe Stunden warten für 2 Sekunden Adrenalinkick – wenn sich dass mal nicht lohnt. Ein Glück, dass wir die von Susi gesponserte Sonnencreme dabei hatten. Ansonsten wären wir wahrscheinlich jämmerlich in der Sonne verbrannt. Nach dem Freien Fall (ich freue mich jetzt schon auf meinen Fallschirmsprung, meinem Tandempartner wird wahrscheinlich das Trommelfell platzen) wollten wir die erste Achterbahn vornehmen. Vorher hatten wir allerding noch 1,5 Stunden Bedenkzeit, denn genau so lange haben wir angestanden. Die Fahrt war trotzdem voll der Hammer und auch die anderen Achterbahnen machen totalen Spaß. Zum Glück haben wir dann nicht mehr solange anstehen müssen. Auch die Wasserfahrten waren sehr lustig, vor allem aber nass. Irgendwie saß ich immer genau da, wo das meiste Wasser hinkam. Das ist allerdings bei fast 40 ° C kein Problem. Gegen halb zehn (der Park hat im Sommer bis 22 Uhr auf) haben wir uns dann völlig erschöpft auf den Heimweg gemacht.

Am Samstag sind wir nach Toledo gefahren. Die Stadt liegt südlich von Madrid und nach 50 Minuten Busfahrt ist man auch schon dort. Auch an diesem Tag war es unglaublich warm und da ich Toledo selber noch nicht kannte und sich der Busbahnhof etwas am Rande der Stadt befindet, waren wir erstmal ein bisschen verloren und wussten nicht so genau wohin. Schatten war zu dieser Uhrzeit leider auch Mangelware. Nachdem wir dann also ein gutes Stück außerhalb der Mauern (groß ist die Stadt ja zum Glück nicht) bei schönstem Sonnenschein ein gutes Stück Weg zurückgelegt haben, haben wir endlich einen Eingang gefunden. Und dann hieß es erstmal Treppen steigen. Macht man ja bei solchen Temperaturen auch unheimlich gerne. Als wir dann aber doch endlich im Zentrum an einem kleinen Platz angekommen sind, haben wir uns auf einer Bank ausgeruht und etwas gegessen. Anschließend haben wir die Stadt von innen erkundet – diesmal im Schatten –, waren einem Kloster und sind anschließend an einer Brücke angekommen, die wieder aus der Stadt herausführte. Chriss hatte dann die grandiose Idee, anstatt den Weg über die Brücke zurückzugehen, die Straße entlangzulaufen. Also sind wir mal wieder eine gefühlte Ewigkeit, die Sonne sich über uns lustig machend, durch die Gegend gelaufen, auf der Suche nach einem anderen Eingang in die Stadt. Diesen haben wir dann auch iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirgenwaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaann gefunden und haben sogar zu dem Platz zurückgefunden – allerdings eher zufällig. Gegen 18 Uhr haben wir dann noch eine Fahrt mit der Bimmelbahn gemacht. Diese führte uns zumeist um die Stadt herum (das meiste hatten wir ja tollerweise schon zu Fuß erkundet). Trotzdem hat uns die Fahrt sehr gut gefallen, da uns eine freundliche Stimme erst auf Spanisch dann auf Englisch Auskunft zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten gegeben hat. Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder in Madrid und haben beschlossen, direkt ins Zentrum zu fahren, um dort etwas zu essen. Also sind wir bis zur Metrostation „Sol“ gefahren und anschließend zu einem Italiener namens „Pasta Nostra“ gefahren. Dort haben wir dann Pizza und Nudeln bestellt. Das essen war sehr lecker und die Serviceleute super freundlich.

Hier noch einige Sehenswürdigkeiten:










Am Sonntag haben wir dann endlich mal richtig ausschlafen können. Nach dem Frühstück sind wir in den Park gegangen und gegen 19 Uhr mussten wir dann auch schon los zum Flughafen. Und dann home again, alone again… Aber Im Juli kommt er mich ja nochmal besuchen 

Sonntag, 21. Juni 2009

Die letzen Wochen...

Hallo ihr Lieben,

den folgenden Beitrag habe ich schon am letzten Sonntag geschrieben, aber da wir hier einige Zeit lang kein Internet zu Hause hatten, kann ich ihn erst jetzt hochladen. Viel Spaß beim lesen :D

Hallo at all,
ja, ich lebe tatsächlich noch, auch wenn mein Block etwas anderes repräsentiert. Ich war aber auch noch nie ein großer Tagebuchschreiber und nach neun Stunden bei Bosch (wo ich auch schon die ganze Zeit den PC anstarre), fehlt mir oftmals einfach die Muße, dann auch noch ewig am Laptop zu hängen. Daher bekommt ihr hiermit eine kurze Zusammenfassung der letzen Wochen, wobei ich mich eher auf die Wochenenden beziehen werde, denn unter der Woche mache ich außer arbeiten, Sport und im Park relaxen nicht besonders viel (nein, trotzdem habe ich keine Lust, meine Freizeit vorm Laptop zu verbringen). :D
So, los geht’s:

Vor 4 Wochen…
Hat Chriss mich endlich das erste Mal hier in Madrid besucht. Donnerstag, am späten Abend, kam er mit dem Flieger an. Freitag haben wir gemeinsam die Stadt mit dem Touribus erkundet. Dieser fährt zwei verschiedene Routen: „Madrid historisch“ und „Madrid modern“. Dabei bekommt man ein tollen Überblick über alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt und man kann jederzeit ein- und wieder aussteigen. Die Informationen, die man über Kopfhörer in der jeweiligen Landessprache erhalten hat, waren jedoch eher spärlich.
Am Nachmittag hatten wir dann Lust auf Eis und wollten mal das von „Ben & Jerrys“ ausprobieren. Ich wusste auch, wo es denn entsprechenden Laden dafür gab. Als wir jedoch dort ankamen, war dieser geschlossen. Toll…!!! Also sind wir zum Corte Ingles (entspricht dem deutschen „Kaufhof“) gegangen und haben uns dort in der Lebensmittelabteilung einen Becher von dem besagten Eis mit Brownis-Geschmack gekauft. Die Löffel gabs in der Haushaltswarenabteilung (das waren zwar gleich 25 Stück in einer Packung, aber ein paar sind uns beim essen auch kaputt gegangen... bzw. Chriss :D).
Anschließend haben wir uns ein ruhiges Plätzchen gesucht und den ganzen Becher zu zweit aufgegessen. Sehr lecker!!!
Später sind wir dann zum ausspannen noch in den Park gegangen und abends haben wir uns fertig gemacht, um im Zentrum etwas essen zu gehen.
Der Samstag war dann ziemlich verregnet (was völlig normal ist, wenn Chriss zu Besuch in Spanien ist) und wir haben den Palacio Real (Königspalast) besucht. Ich war dort schon vor 1,5 Jahren drin, aber er ist immer wieder eine Besichtigung wert. Bevor wir jedoch rein konnten, mussten wir uns erstmal ne gute Stunde anstellen. In der Zeit haben wir uns unter anderem über die Asiaten lustig gemacht, die versucht haben Regenschirme an die Touristen zu verkaufen (bei gutem Wetter verkaufen sie übrigens Fächer). Zum Mittag haben wir uns dann mit unseren Baguettes auf ein Parkbank gesetzt und wie sollte es auch anders sein… anstatt sein Brot zu essen, fängt Chriss an, die Vögel zu füttern. Es wurden immer mehr und irgendwann haben ein paar ganz mutige Spatzen Chriss sogar aus der Hand gefressen. Die Tauben hingegen waren eher damit beschäftigt, sich gegenseitig zu vertreiben … dumme Dinger. Naja, auf jeden Fall sah es irgendwann um uns herum aus, wie bei der Taubenfrau aus „Kevin allein in New York“.
Aufgrund des anhaltenden Regens sind wir abends bei mir in der Nähe was essen gegangen (die Portionen waren so klein, dass wir danach immer noch Hunger hatten) und haben uns danach einen Film angeguckt.
Am Sonntag war dann zum Glück wieder besseres Wetter und nachdem wir lange geschlafen und gefrühstückt haben, sind wir eine Runde durch „meinen Block“ gelaufen und waren danach noch im Park. Nach dem Mittag (so gegen 17 Uhr) mussten wir dann los zum Flughafen. Abschied ist doof…

Vor 3 Wochen…
Hat mich meine ehemalige Mitbewohnerin aus Alicante – Delphine – besucht. Sie ist derzeit wieder in Alicante, weil sie dort ein Praktikum an der Universidad de Alicante absolviert. Samstag sind wir durch die Stadt geschlendert (den Sightseeingteil konnte ich mir dieses Mal ersparen, da ich ja damals zusammen mit Delphine in Madrid war) und abends waren wir in einem Restaurant namens Fresco essen. Dort bezahlt man im Vorfeld 10 € und kann dann essen soviel man möchte (Pizza, Pasta, Suppe und ein großes Salatbuffet). Dort habe ich übrigens auch mein Portemonnaie zum letzten Mal gesehen (soviel schon mal im Vorfeld). Am Sonntag waren wir erstmal ein bisschen im Park und wollten anschließend nochmal in die Stadt fahren, weil Delphine noch ein paar Sachen kaufen wollte, bevor ihr Zug gegen 16 Uhr zurück nach Alicante fuhr. Als wir uns dann fertig machten, bemerkte ich, dass mein Portemonnaie nicht mehr da ist, wo es eigentlich sein sollte. Wir haben Überall gesucht, selbst in Delphines Sachen. Aber als mir dann bewusst wurde, dass es mir höchstwahrscheinlich geklaut wurde, ist mir erstmal ordentlich schlecht geworden. Bis auf meinen Führerschein waren dort nämlich alle wichtigen Dokumente drin (Person, Kreditkarten, Krankenkassenkarte…). Nur Geld war keines drin, nicht ein Cent.
Als erstes habe ich also meine Kreditkarten sperren lassen und nachdem ich Delphine zur Bahn gebracht habe, bin ich zur Polizei gegangen, um den Diebstahl anzuzeigen. Zum Glück musste ich dort nicht lange warten und der Polizist war supernett. Außerdem habe ich ihnen meine Telefonnummer gegeben, für den Fall dass es wieder auftaucht. Später am Abend habe ich mich noch auf der Internetseite der Deutschen Botschaft in Madrid über einen Ersatzreisepass informiert, denn schließlich wollte ich ja am nächsten Wochenende nach Mallorca fliegen. 39 € sollte das gute Stück kosten und es ist gerade mal einen Monat gültig. Na wunderbar… Am Montag habe ich dann den ganzen Tag lang versucht, dort jemanden telefonisch zu erreichen, aber da in Deutschland Feiertag war, werden die wohl auch frei gemacht haben. So eine Frechheit ;)
Am Nachmittag hat mich die Polizei angerufen und mir wurde mittgeteilt, dass ich mein Portemonnaie abholen könne. Hab mich natürlich total gefreut und bin sofort hingefahren. Es sah viel dicker aus, als ich es in Erinnerung hatte, was daran lag, dass der Dieb es einmal komplett auseinander gepflückt, anschließend alles wieder reingestopft und es dann auf dem Plaza de Espana weggeschmissen hat. Der Finder, der es bei der Polizei abgegeben hat, hat mir eine kurze Notiz mit seiner Mail-Adresse hinterlassen. So konnte ich mich auch bei ihm bedanken. Zum Glück hat nichts gefehlt und da ich sowieso kein Geld drin hatte, war das für den Dieb aber eher eine Nullnummer :D
Ich weiß aber auch, dass ich ziemlich großes Glück hatte (Samstag Diebstahl, Sonntag Anzeige, Montag Portemonnaie zurück), und habe seitdem so wenig wie möglich bei mir. Und da ich ja nun wieder komplett war, stand meinem Wochenende auf Mallorca auch nichts mehr im Wege…

Vor 2 Wochen…
Am Freitagabend ging es im Flieger nach Mallorca. Da ich nur Handgepäck bei mir hatte und über das Internet eingecheckt habe, war das so ähnlich wie Bahnfahren. Einfach einsteigen und losfliegen. Nicht mal meine Flüssigkeiten im wiederverschließbaren Plastikbeutel (so ein Mist) haben Beachtung gefunden.
Auf Mallorca angekommen, habe ich mich dann erstmal kurzzeitig wie in den Tropen gefühlt (ist halt ein anderes Klima als in Madrid). Ana und Paula haben mich abgeholt und wir sind nach Hause gefahren, da Ana drei Freundinnen zum Essen eingeladen hat. Nach einem typisch spanischem Abendbrot mit Pamboli (Brot mit darufgeriebener Tomate, Öl und Salz) und Jamón de Beyota (ähnlich dem Serranoschinken, aber viiiiieeeel leckerer), haben wir ne Schimksession gemacht, da die eine Freundin bei Yves Saint Laurent (musste gerade noch mal nachschauen, wie das geschrieben wird). Dabei haben wir viel gelacht und noch mehr getrunken…
Am nächsten Tag haben wir dann die Großeltern in Cala Blava besucht, ich war ein wenig shoppen, zum Abendbrot hab ich mit Ana Sushi gegessen und gegen halb elf hat mich Pablo (ein guter Freund aus meinem damaligen Mallorca-Aufenthalt) abgeholt und wir sind was trinken gegangen.
Am Sonntag sind Ana, Paula und ich nach Can Picafort gefahren (das liegt im Norden der Insel, Palma im Südwesten). Während Ana im Hotel gearbeitet hat (so ne Art Check, ob auch alles so läuft, wie es soll), waren Paula und ich am Strand und haben gebadet (in Madrid hat es an diesem Wochenende übrigens geregnet und es war recht kühl). Später dann haben wir in dem Hotel Mittag gegessen und sind anschließend nach Palma zurückgefahren. Dort haben wir uns dann noch ein wenig ausgeruht, waren am Pool und kurz nach 20 Uhr hat Ana mich dann zurück zum Flughafen gebracht. Wieder mal ist die Zeit viel zu schnell vergangen…

Letzes Wochende…
Hatte ich weder Besuch noch musste ich irgendwo hin. Also war entspannen angesagt. Und wo kann man das natürlich am besten machen (wenn schon nicht das Meer in der Nähe ist)? Im Park. Außerdem war es sowieso viel zu heiß, um sich richtig bewegen zu können. Wie soll das erst im August werden? Nachts braucht man auf jeden Fall jetzt schon keine Armbekleidung mehr.
Bin sogar schon ein wenig braun geworden und mit meiner Sonnenallergie hatte ich bisher noch überhaupt keine Probleme. Da die Sonne aber zunehmend stärker wird, dürfte das wohl bald der Fall sein.
Abends war ich dann mit meiner Mitbewohnerin Lea was trinken oder im Kino…