Freitag, 26. Juni 2009

Chriss in Madrid - Klappe die 2.

Am Donnerstag gegen 20 Uhr kam Chriss mit der Luxuslinie Easy Jet aus Berlin angedüst. Nachdem ich ihn mit etwas Verspätung (kurz zuvor hatte ich zu Hause festgestellt, dass wir endlich wieder Internet hatten, was allerdings nur bis Sonntagabend andauern sollte, da Leas Konto nicht gedeckt war) am Flughafen eingesammelt habe, sind wir zunächst im örtlichen Supermarkt auf Essensjagd gegangen und haben es uns anschließend mit Rum Cola auf dem Balkon gemütlich gemacht. Gegen 23 Uhr gab es Abendbrot und anschließend haben wir uns ausgehfein gemacht. Ziel war die allwöchentliche Erasmusparty im „JOY“. Ich dachte ja, dass man, wenn man bis halb zwei dort ist, 10 Euro bezahlt inklusive 3 Freigetränke. Das ist auch so – wenn man seinen Studienausweis dabei hat (Anne, dass war bei uns aber damals nicht so, oder!?) Auf jeden Fall hatten wir nichts dabei und mussten deshalb 15 Euro bezahlen und hatten dafür nur ein Freigetränk. Na, das nenn ich doch mal ausgleichende Gerechtigkeit.

Im Club wurde alles möglich gespielt und da die Metro ja hier zwischen 1:30 – 6:00 Uhr eine Ruhepause einlegt (auch am Wochenende!!!), sind wir bis halb sechs dortgeblieben. Zwischendrin haben wir dann aber doch noch einiges erlebt. So gibt es z.B. einen neuen Tanz (zumindest für Chriss und mich war er neu). Dabei beugt sich das paarungswillige bzw. sturzbesoffene Weibchen mit dem Oberkörper nach vorne, sodass es sich fast im 90°- Winkel befindet. Das Männchen dockt von hinten an und beiden beginnen, sich mehr oder weniger rhythmisch zum Takt der Musik zu bewegen. Dabei wirft er seinen gleichgeschlechtlichen Artgenossen unablässlich triumphierende Blicke zu und bewegt einen Arm, so als wolle er ein Lasso werfen. Sie hat die Augen meist geschlossen oder schaut von unten nach oben in die sabernden Gesichter der Freunde ihres Tanzpartners. Wirklich toll… Da das ganze so aussah, als ob es einiges an Übung braucht, diesen Tanz zu lernen und wir uns nicht als Anfänger outen wollten, haben wir uns auf das traditionelle Linker-Fuß-Rechter-Fuß-Linker-Fuß -… beschränkt.

Am nächsten Morgen sind wir dann – nach 5 Stunden Schlaf – gegen 12 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt und sind dann losgefahren zum Vergnügungspark „Parque de Atracciones“ (Chriss findet diesen Namen unheimlich einfallsreich). Dort gegen 15 Uhr angekommen, haben wir unsere Portemonnaies um jeweils 23 Euro erleichtert und auf den ersten Blick schien kaum einer in diesem Park zu sein. Pustekuchen!!! Hinter der dritten Kurve sahen wir uns mit einem Mal mit Massen halbwüchsiger Menschlein konfrontiert gegen die man sich irgendwie an den Schlangen durchkämpfen musste. Doch erst einmal haben wir uns mit dem Riesenrad einen Überblick über den Park verschafft (dort mussten wir übrigens nur ganz kurz warten). Dann ging es weiter zu den „richtigen“ Attraktionen. Als erstes haben wir unsere Geduld an der Warteschlange des Freien Falls auf die Probe gestellt. Ein halbe Stunden warten für 2 Sekunden Adrenalinkick – wenn sich dass mal nicht lohnt. Ein Glück, dass wir die von Susi gesponserte Sonnencreme dabei hatten. Ansonsten wären wir wahrscheinlich jämmerlich in der Sonne verbrannt. Nach dem Freien Fall (ich freue mich jetzt schon auf meinen Fallschirmsprung, meinem Tandempartner wird wahrscheinlich das Trommelfell platzen) wollten wir die erste Achterbahn vornehmen. Vorher hatten wir allerding noch 1,5 Stunden Bedenkzeit, denn genau so lange haben wir angestanden. Die Fahrt war trotzdem voll der Hammer und auch die anderen Achterbahnen machen totalen Spaß. Zum Glück haben wir dann nicht mehr solange anstehen müssen. Auch die Wasserfahrten waren sehr lustig, vor allem aber nass. Irgendwie saß ich immer genau da, wo das meiste Wasser hinkam. Das ist allerdings bei fast 40 ° C kein Problem. Gegen halb zehn (der Park hat im Sommer bis 22 Uhr auf) haben wir uns dann völlig erschöpft auf den Heimweg gemacht.

Am Samstag sind wir nach Toledo gefahren. Die Stadt liegt südlich von Madrid und nach 50 Minuten Busfahrt ist man auch schon dort. Auch an diesem Tag war es unglaublich warm und da ich Toledo selber noch nicht kannte und sich der Busbahnhof etwas am Rande der Stadt befindet, waren wir erstmal ein bisschen verloren und wussten nicht so genau wohin. Schatten war zu dieser Uhrzeit leider auch Mangelware. Nachdem wir dann also ein gutes Stück außerhalb der Mauern (groß ist die Stadt ja zum Glück nicht) bei schönstem Sonnenschein ein gutes Stück Weg zurückgelegt haben, haben wir endlich einen Eingang gefunden. Und dann hieß es erstmal Treppen steigen. Macht man ja bei solchen Temperaturen auch unheimlich gerne. Als wir dann aber doch endlich im Zentrum an einem kleinen Platz angekommen sind, haben wir uns auf einer Bank ausgeruht und etwas gegessen. Anschließend haben wir die Stadt von innen erkundet – diesmal im Schatten –, waren einem Kloster und sind anschließend an einer Brücke angekommen, die wieder aus der Stadt herausführte. Chriss hatte dann die grandiose Idee, anstatt den Weg über die Brücke zurückzugehen, die Straße entlangzulaufen. Also sind wir mal wieder eine gefühlte Ewigkeit, die Sonne sich über uns lustig machend, durch die Gegend gelaufen, auf der Suche nach einem anderen Eingang in die Stadt. Diesen haben wir dann auch iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirgenwaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaann gefunden und haben sogar zu dem Platz zurückgefunden – allerdings eher zufällig. Gegen 18 Uhr haben wir dann noch eine Fahrt mit der Bimmelbahn gemacht. Diese führte uns zumeist um die Stadt herum (das meiste hatten wir ja tollerweise schon zu Fuß erkundet). Trotzdem hat uns die Fahrt sehr gut gefallen, da uns eine freundliche Stimme erst auf Spanisch dann auf Englisch Auskunft zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten gegeben hat. Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder in Madrid und haben beschlossen, direkt ins Zentrum zu fahren, um dort etwas zu essen. Also sind wir bis zur Metrostation „Sol“ gefahren und anschließend zu einem Italiener namens „Pasta Nostra“ gefahren. Dort haben wir dann Pizza und Nudeln bestellt. Das essen war sehr lecker und die Serviceleute super freundlich.

Hier noch einige Sehenswürdigkeiten:










Am Sonntag haben wir dann endlich mal richtig ausschlafen können. Nach dem Frühstück sind wir in den Park gegangen und gegen 19 Uhr mussten wir dann auch schon los zum Flughafen. Und dann home again, alone again… Aber Im Juli kommt er mich ja nochmal besuchen 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen